BIM-gestützte Elektroplanung am Modell

BIM steht in immer mehr Ausschreibungen. Was dahinter steckt, ist allerdings selten so eindeutig, wie es der Begriff nahelegt. Wir beschreiben, wie wir damit arbeiten.

Vom Plan zum Modell

Klassische Elektroplanung liefert Pläne: Grundrisse mit Symbolen, Stromlaufpläne, Schemata. Jede Änderung muss in allen betroffenen Plänen nachgezogen werden – und genau dort entstehen Fehler.

Im BIM-Modell ist ein Bauteil ein Objekt mit Eigenschaften. Eine Leuchte hat einen Anschlusswert, einen Stromkreis, eine Position im Raum. Ändert sich die Position, ändert sie sich überall.

Wo sich der Aufwand rechnet

Kollisionsprüfung. Trassen, Lüftungskanäle und Rohrleitungen konkurrieren um denselben Raum über der abgehängten Decke. Im Modell wird der Konflikt sichtbar, bevor auf der Baustelle jemand improvisiert.

Mengenermittlung. Kabellängen, Leuchtenzahlen und Verteilerbestückung lassen sich direkt aus dem Modell ableiten. Das macht Leistungsverzeichnisse belastbarer.

Änderungssicherheit. Wenn der Architekt eine Wand verschiebt, sehen wir sofort, welche Auslässe betroffen sind.

Wo BIM nicht hilft

BIM ersetzt keine fachliche Entscheidung. Ein Modell rechnet nicht aus, ob eine Netzersatzanlage nötig ist oder welche Schutzmaßnahme zur Nutzung passt. Und wenn die Vorplanung unklar ist, wird sie durch ein Modell nicht klarer – nur aufwendiger.

Der Nutzen entsteht dort, wo viele Gewerke auf engem Raum koordiniert werden müssen. Bei einem einfachen Wohngebäude bleibt die klassische Planung oft der schnellere Weg.

Was das für Ihr Projekt bedeutet

Wir planen BIM-gestützt, wo es das Projekt trägt, und sprechen mit Ihnen vorher darüber, welcher Detaillierungsgrad sinnvoll ist. Ein Modell, das niemand pflegt, ist teurer als ein guter Plan.

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